Der Pflegegürtel: Unverzichtbar beim Mobilisieren
Ein Pflegegürtel (Transfergurt oder Ganggurt) wird um die Taille des Patienten gelegt. Er gibt der Pflegeperson einen sicheren, ergonomischen Griff beim Aufstehen, Gehen und Hinsetzen. Der Griff unter den Achseln — eine häufige Alternative ohne Gürtel — ist gefährlich: Er kann Schultergelenke verletzen und gibt keine ausreichende Kontrolle.
Stehlifter: Aktive Teilmobilisierung
Stehlifter unterscheiden sich von Patientenliftern: Der Patient muss aktiv mitarbeiten — er umgreift Haltestangen und wird in eine stehende Position gehoben. Das trainiert Beinmuskeln, fördert die Kreislaufsituation und ist psychologisch oft positiv erlebt. Stehlifter sind ideal für Patienten, die zwar nicht allein aufstehen, aber aktiv mitwirken können.
Aufstehhilfen und elektrische Sessel
Elektrische Aufstehsessel und Aufstehhilfen für Sofas ermöglichen selbstständiges Aufstehen ohne fremde Hilfe. Der Sitz fährt nach vorne und kippt leicht nach oben — der Patient gleitet in eine Aufstehposition. Das fördert Selbstständigkeit und entlastet Pflegende erheblich. Die Kosten (500–2.000 Euro) werden nicht von der Kasse übernommen, können aber steuerlich absetzbar sein.
Gehhilfen richtig einsetzen
Rollator, Gehstock und Unterarmgehstützen müssen auf die richtige Länge eingestellt und korrekt genutzt werden. Ein falsch eingestellter Rollator verleitet zum Vorbeugen — das erhöht die Sturzgefahr statt sie zu senken. Lassen Sie die Einstellung von einem Physiotherapeuten oder Sanitätsfachmann vornehmen und überprüfen Sie Gummistopper und Bremsen regelmäßig.
Niederflurbett: Die unterschätzte Sturzprävention
Pflegebetten können auf wenige Zentimeter über dem Boden abgesenkt werden — bei sturzgefährdeten Patienten eine wichtige Schutzmaßnahme. Ein Sturz aus dem Niederflurbett ist deutlich weniger verletzungsriskant als aus normaler Betthöhe. Kombination mit Bodenmatte vor dem Bett erhöht den Schutz weiter.