Transferhilfen: Rutschbrett, Drehteller und Lifthose richtig einsetzen

Jeder Wechsel der Position ist für Pflegebedürftige und Pflegende eine Herausforderung. Transferhilfen machen den Positionswechsel sicherer, schonender und körperlich weniger belastend — für beide Seiten.

Was sind Transferhilfen?

Transferhilfen sind Hilfsmittel, die den Positionswechsel (Transfer) zwischen Bett, Rollstuhl, Toilette, Duschstuhl oder Fahrzeug erleichtern. Sie reduzieren Reibung, geben Halt oder ermöglichen eine Gleitbewegung — und verringern so das Verletzungsrisiko für Patient und Pflegende erheblich.

Rutschbrett: Einfach, effektiv, günstig

Das Rutschbrett (Gleitbrett) überbrückt die Lücke zwischen zwei Sitzflächen — zum Beispiel zwischen Rollstuhl und Bett. Der Patient schiebt sich mit Unterstützung darüber. Voraussetzung: Der Patient kann etwas aktiv mithelfen und hat ausreichend Armkraft. Rutschbretter aus Kunststoff oder Holz kosten 20–80 Euro und sind eine der kosteneffizientesten Transferhilfen.

💡 Tipp: Nutzen Sie ein Gleitlaken (Wendeset) unter dem Patienten beim Bettransfer — es reduziert die Reibung beim Drehen und Verschieben drastisch und schützt die Haut des Patienten. Gleitlaken können mehrfach gewaschen werden.

Drehteller und Drehscheiben

Drehteller werden unter die Füße gestellt und ermöglichen eine reibungsarme Drehbewegung beim Aufstehen oder beim Transfer in ein Auto. Besonders hilfreich für Patienten, die schlecht die Füße heben können. Kleine, flache Modelle sind preisgünstig (15–40 Euro) und leicht mitzunehmen.

Lifthose und Transfergurt

Der Transfergurt (Pflegegürtel) wird um die Taille des Patienten gelegt und gibt Pflegenden einen sicheren Griff beim Aufstehen und Gehen. Er schützt vor dem Greifen unter Achseln — eine der häufigsten Ursachen für Schulterverletzungen bei Pflegebedürftigen. Transfergurte kosten 20–60 Euro und sind für alle Pflegesituationen mit mobilen Patienten empfehlenswert.

Gleitmatten und Wendehilfen fürs Bett

Gleitmatten und spezielle Wendesysteme (z. B. Easyturn-Laken) ermöglichen das Drehen und Positionieren bettlägeriger Patienten mit deutlich weniger Kraftaufwand. Sie sind besonders wertvoll bei der Nachtpflege, wenn nur eine Person verfügbar ist. Viele Modelle sind waschbar und langlebig.

Einweisung nicht vergessen

Transferhilfen entfalten ihren vollen Nutzen nur bei korrekter Anwendung. Lassen Sie sich vom Sanitätsfachhandel, einem Physiotherapeuten oder einem Pflegedienst einweisen. Viele Krankenkassen und Pflegekassen bieten kostenlose Pflegeschulungen an, bei denen Transfertechniken praktisch geübt werden.

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